Portrait – Leichtathletik

Ab 1955 vertrat Werner Sauer die Leichtathleten im Vorstand. Leichtathletik wurde im Turnverein 1893 Lieblos schon von Anfang an betrieben, jedoch nur im Rahmen der Mehrkämpfe des Turnverbandes. Aber auch an Bergturnfesten, wie das Feldbergturnfest oder das Loreleyturnfest, besuchten in dieser Zeit unsere Sportler.
Ab dem Jahr 1959 erfolgten für die Leichtathleten auch Starts im Bereich des Leichtathletikverbandes und von dieser Zeit an waren unsere Athleten in den Bestenlisten dieses Verbandes vertreten. Deshalb wird dieses Jahr auch als Gründungsjahr der Leichtathletikabteilung gesehen. Das Training fand damals im Schulhof der Volksschule Lieblos statt, da hier eine Sprunggrube vorhanden war. Hier trafen sich nun regelmäßig zweimal in der Woche die Athleten um sich im Weitsprung und Kugelstoßen zu üben. Zum Training für die Läufe über 50 m, 75 m, 100 m usw. wurde die Alte-Hofstraße, die damals noch nicht geteert war, benutzt.
1973 wurde auch den Leichtathleten, mit Fertigstellung der Kleinsportanlage rund um die Turnhalle, Rechnung getragen. Für die Leichtathleten eröffneten sich nun eine Palette neuer Trainingsmöglichkeiten. Mit dem Kauf einer großen Hochsprungmatte konnte das Winterprogramm um den Bereich Hochsprung erweitert werden. Die sechs 100 m Bahnen, die große Weitsprunganlage, die Kugelstoßanlage und der Hartplatz auf der Kleinsportanlage setzten neue Maßstäbe für das Freilufttraining. Dass dies nicht auf unfruchtbaren Boden viel, zeigten die Leistungsexplosionen in den kommenden Jahren.
Die Zahl der Gau- und Kreismeistertitel wuchs auch bei den Leichtathleten und Christa Ruth konnte im Jahr 1975 den ersten Hessenmeistertitel für den TV Lieblos erringen. Sie gewann bei den Hessischen-Mehrkampfmeisterschaften des Turnverbandes den Titel im Dreikampf der Schülerinnen A.
1989 wurde in der Leichtathletik die Start- und Trainingsgemeinschaft „LG Gründau“ gegründet. Es hatten sich die Vereine TV Lieblos, TV Bad Orb, TV Roth und TV Rothenbergen mit ihren Abteilungsleitern entschlossen, eine Start- und Trainingsgemeinschaft zu bilden. Man einigte sich auf den Namen Leichtathletik-Gemeinschaft Gründau mit der Kurzform LG Gründau. Diese LG Gründau ist kein neuer Verein, sondern wie schon erwähnt, eine Start- und Trainingsgemeinschaft. Jeder Athlet bleibt in seinem Stammverein Mitglied und startet bei Wettkämpfen des Leichtathletik-Verbandes unter diesem Namen.
Am 21. September 1991 ging ein lang ersehnter Wunsch der Leichtathleten in Erfüllung. Am Bürgerzentrum in Lieblos wurde die neue Sportanlage der Gemeinde Gründau mit sechs Kunststoffrundbahnen und allem was dazu gehört vom Landrat Karl Eyerkaufer und Bürgermeister Georg Mayer ihrer Bestimmung übergeben. Jetzt stand einem optimalen Training unserer Athleten nichts mehr im Wege.
Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2002: Vor dem Bericht des Vorsitzenden erfolgte die Ehrung von Werner Sauer, der für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung steht. Landrat Karl Eyerkaufer überreichte Werner Sauer die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, die ihm aufgrund seiner jahrzehntelangen Verdienste um die Leichtathletik vom Bundespräsidenten verliehen wurde. Bürgermeister Meyer und Turngauvorsitzender, H.-J- Wolfenstädter, schlossen sich der Gratulation an.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.